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... ist ein Abend über die Liebe. Über Begehren, über Genuss und Schönheit, über Sehnsucht und Enttäuschung, über Ernst und Spiel - ein Konzert der besonderen Art.
Das Publikum wird mitgenommen auf eine lyrisch-musikalische Reise: Musik und Sprache verschmelzen, kommen in Streit, verstärken und ergänzen einander.
Musikalisch erwartet das Publikum unter anderem "Passacaglia" von Anna I. Glinska, Ausschnitte aus Maurice Ravels "Bolero", Ein Chanson von Georgette Dee und groovige Improvisationen - Schlagzeug mal anders gehört und erlebt.
Durch den Einsatz von Marimbaphon und Vibraphon werden Klänge zu Melodien, die die Zuhörenden lange begleiten. In der Komposition "Marimba Spiritual" von M. Miki explodieren Klänge zur rhytmichen Ekstase.
Dazu mischen sich Gedichte, skurrile Geschichten und erotische Dialoge von Rainer Maria Rilke über Daniil Charms bis Hilde Domin. Ein spannender und faszinierender Abend mit Highlights aus dem Schlagzeugrepertoire und lyrischen Texten.
Das "Ensemble Zartbitter" hat sich 2008 zusammengefunden anlässlich des Konzertes UNANTASTBAR, das im Rahmen des Projektes "60 Jahre Menschenrechte" in Bremen von Amnesty International initiiert wurde.
Ein weiteres Konzert, GEGEN DEN STRICH, wurde 2009 erarbeitet.
Mit ZARTBITTER hatte das Ensemble Anfang 2010 in der Liebfrauenkirche Bremen Premiere.
„Das Konzert mit dem Titel „Zartbitter“ in der fast ausverkauften Liebfrauenkirche mit dem umjubelten Schlagzeuger der Deutschen Kammerphilharmonie Stefan Rapp zeigte: Die Montage von lyrischen Texten mit unterschiedlichster Schlagzeugmusik war sehr gut konzipiert, sehr gut vorbereitet und befriedigte zudem die Lust an virtuoser Schlagzeugmusik.
Dabei ging es nicht in der Hauptsache um die Texte im Wechsel mit Musik – das wäre zu einfach – sondern um abwechslungs- und spannungsreiche Untermalung und Akzentuierung. Die Texte schlugen einen weiten Bogen von ernster Liebeslyrik zu komischer, ironischer, und von der Poesie zur Erzählung. Franziska Mencz rezitierte zauberhaft. Es gab viel zu lachen – zum Beispiel bei der „Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ von M. Baltscheit, und viel zu bewundern; die beiden Percussionisten Stefan Rapp und Slavik Stakhov wirkten in ihrer Virtuosität und Leidenschaft wie im Schlag aufeinander eingespielt.
Berückend die Passagen aus Ravels „Bolero“, über den ein gesprochener Text („Kalligraphie“ von A. Ostermeier) wie ein Teppich gelegt wurde. Berückend auch die improvisatorischen Explosionen.
Der Abend war dicht gearbeitet mit einem guten Empfinden für Intensität, und erntete starken Beifall.“
- Kreiszeitung, 3. Februar 2010